Der neue Präsident des LaGeSo, Dr. Sebastian Muschter, sagt die erwogene Umnutzung der Heilandskirche als zusätzlichen Standort für das LaGeSo ab.

Veröffentlicht am Sa., 6. Feb. 2016 20:48 Uhr
Aktuelles Seite

Um die angespannte Situation vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Berlin Tiergarten nachhaltig zu entlasten, sucht das Land Berlin zusätzliche Standorte für Außenstellen des LaGeSo. Auf Anregung von Bischof Dr. Markus Dröge wurden dabei auch Kirchenräume unserer Gemeinde auf deren Eignung geprüft und die Heilandskirche in den Blick genommen.
Daraufhin beriet der Gemeindekirchenrat in seiner konstituierenden Sitzung am 10.1.2016 ausführlich und kontrovers diese Anfrage. Der überwiegende Wunsch, in der aktuell schwierigen Situation den Flüchtlinge am LaGeSo zu helfen, war massgeblich für das Angebot der Gemeinde, die Heilandskirche unter bestimmten Bedingungen für zwei Jahre zur Verfügung zu stellen. Darüber wurde die Gemeinde zeitnah mit der Abkündigung vom 17.01.2016 sowie in der aktuellen Ausgabe von „Evangelisch in Tiergarten“ informiert.
Nachdem das mehrfach angekündigte, konkrete Nutzungskonzept des LAGeSo der Gemeinde auch auf Nachfrage nicht übermittelt worden war, teilten die Vertreter des Landes Berlin uns mit E-Mail vom 5. Februar 2016 mit, dass die neue Hausleitung des LAGeSo eine grundsätzlich andere Strategie verfolge, in der die Heilandskirche nicht benötigt werde.
Die Gemeinde hofft, dass die neue Strategie des LAGeSo endlich zu einer nachhaltigen Verbesserung der unerträglichen Situation der Geflüchteten führt.
Wir werden in der Gemeindeversammlung am 21. Februar 2016 im Anschluss an den Gottesdienst die Entscheidung und die neue Situation erläutern.
Stand: 6. Februar 2016, 18 Uhr

Fabian Eidtner, GKR Vorsitzender
Gisbert Mangliers, stellvertretender GKR-Vorsitzender

Bildnachweise: