Neues vom Turm der Kaiser-Friedrich-Gedächtnis-Kirche

Veröffentlicht am Mo., 7. Nov. 2016 18:25 Uhr
Baublog

Bericht von der Turmsanierung Kapitel 2
Nachdem endlich alle Genehmigungen eingeholt, diverse Gespräche mit Betontechnologen, Statikern und Tragwerksplanern geführt wurden, begann die
Betonsanierung des Turms durch die Fa. Baural Mitte Oktober 2016, sie dauert voraussichtlich bis Mai 2017.
Zuerst werden die Schadstellen freigelegt und vor allem die oberste Schutzschicht abgenommen, die aus den 80er Jahren stammt. Die Oberflächen werden mit dem sogenannten Rotec-Feuchtstrahlverfahren, einem Niederdruck-Rotationswirbelverfahren gereinigt. Hierbei wird Glaspudermehl mit
Wasser vermischt und mit hohem Druck auf die zu reinigenden Flächen gespritzt.. Das Foto zeigt eine gereinigte Fläche.

Die Wasserentnahme erfolgt durch einen auf dem Grundstück befindlichen Wasserhahn.Ein Wasserzähler wurde eingebaut. Ein Kompressor erzeugt dann den nötigen Druck um erfolgreich arbeiten zu können. Während des Feuchtstrahlens ist ein paralleles Arbeiten unterhalb der Örtlichkeit nicht möglich, es wird also Stockwerk für Stockwerk nacheinander bearbeitet.
Das bautechnische Problem ist die geringe Beton-Überdeckung der Bewehrungsstähle an vielen Stellen.


In Zusammenarbeit mit dem Betontechnologen und dem Tragwerksplaner jeweils entsprechende, beinahe individuelle Sanierungsvorschläge erarbeitet werden.
Auf dem Gipfelkreuz befinden sich elastische Beschichtungen aus den 80er Jahren. Zur Untersuchung wurden Proben entnommen damit mit anderen
Materialen neue Dichtungen vorgenommen werden können.


Demnächst beginnt zudem die Demontage der Alu-Verkleidungen der acht Metallstützen, die über die gesamte Höhe des Turms reichen.
Bericht: Ernst Krüger
Fotos: Architekturbüro Abri und Raabe, Fa. Baural.

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