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Pressekonferenz zur Eröffnung der Ibn-Rushd-Goethe-Moscheegemeinde

Pressekonferenz zur Eröffnung der Ibn-Rushd-Goethe-Moscheegemeinde
Veröffentlicht am Fr., 16. Jun. 2017 16:37 Uhr
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Termin: 16. Juni 2017, 10 Uhr, Gemeindesaal der St. Johanniskirche, Alt Moabit 25, Berlin-Moabit

Berlin – Anlässlich der Eröffnung der Ibn-Rushd-Goethe-Moscheegemeinde in Berlin-Moabit informiert die Initiatorin Seyran Ateş gemeinsam mit Superintendent Bertold Höcker und Vertretern der beiden Gemeinden bei einer Pressekonferenz über ihr Vorhaben. Für ihre Gründungsphase hat die liberale Moscheegemeinde von der Evangelischen Kirchengemeinde Tiergarten an deren Standort St. Johannis in Berlin Moabit seit 1. Juni 2017 für ein Jahr einen nicht genutzten Gemeinderaum gemietet.

Als Podiumsgäste auf der Pressekonferenz werden neben Seyran Ateş die Imamin Elham Manea, der Imam Minoun Azizi, Superintendent Bertold Höcker sowie von der Evangelischen Kirchengemeinde deren Geschäftsführerin, Magdalena Stachura, und Pfarrerin Sabine Röhm erwartet. Das erste Freitagsgebet der Ibn- Rushd-Goethe-Moschee  - bei dem Imamin Manea und Imam Azizi gemeinsam beten werden – findet an diesem Tag um 13.10 Uhr statt.

Superintendent Bertold Höcker hatte den Kontakt zwischen der Kirchengemeinde Tiergarten und Seyran Ateş vermittelt, da er die Juristin Ateş aus zahlreichen interreligiösen Zusammenhängen kennt. So nahm Seyran Ateş in diesem Jahr an der vom Kirchenkreis Berlin Stadtmitte initiierten Karfreitagsprozession durch Berlins Mitte teil. „Interreligiöse Arbeit ist eines der Schwerpunktthemen im Evangelischen Kirchenkreis Berlin Stadtmitte“, sagt Bertold Höcker, „Mit der Vermietung öffnen wir unsere Türe für eine Gemeinschaft, die einen vorläufigen Ort braucht. Das ist unser Verständnis von christlicher Gastfreundschaft.“ Die zeitweilige räumliche Nähe während der Gründungsphase der Moscheegemeinde verstehen sowohl Superintendent Höcker als auch Seyran Ateş als Bereicherung für beide Seiten – gerade im multireligiös geprägten Berliner Stadtteil Moabit. 

Der in einem Nebengebäude der Kirchengemeinde Tiergarten am Standort St. Johannis gelegene Raum war zuvor bereits zeitweise vermietet gewesen. Für die Gemeinde entstehen durch die Vermietung keine räumlichen Einschränkungen. Die befristete Vermietung an die Ibn Rushd-Goethe-Moscheegemeinde in deren Gründungsphase dient nach dem Verständnis der Evangelischen Kirchengemeinde Tiergarten insbesondere auch dem Dialog der Kirchengemeinde mit einer reformorientierten und interreligiös dialogbereiten Moscheegemeinde.

Gegründet wurde die nach einem arabischen Philosophen und Islamgelehrten des 12. Jahrhunderts und dem orientbegeisterten deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe benannte Moscheegemeinde von der deutsch-türkischen Juristin Seyran Ateş. Die engagierte Frauenrechtlerin plant eine zeitgemäße und liberale Moscheegemeinde, in der Frauen und Männer gemeinsam und gleichberechtigt in einem Raum beten können. In ihrem Buch „Selam, Frau Imamin: Wie ich in Berlin eine liberale Moschee gründete“, das sie anlässlich der Eröffnung der Moscheegemeinde vorstellen wird, erkärt sie die Genese des Projektes.

 

 

Weitere Auskünfte:

Christiane Bertelsmann

Pressesprecherin Evangelischer Kirchenkreis Berlin Stadtmitte

Tel.: 0170-2377468

Mail: c.bertelsmann@kkbs.de

www.kkbs.de